Umstieg von WhatsApp auf Hike und warum das nicht klappen wird

Ich berichtete bereits vor einigen Monaten von dem Sicherheitsproblem bei WhatsApp. Geändert hat sich seit dem nicht viel. Aber es gibt auf einmal Konkurrenz-Messenger.

Hike nennt sich die heute in Deutschland erschienene Alternative. Der Messenger prahlt natürlich mit „sicherer und verschlüsselter Datenübertragung“ – nur leider kann er sonst kaum etwas, was WhatsApp nicht kann.

Sicherheitsproblem tzzz. Da werden doch keine Pins drüber ausgetauscht sondern nur Smalltalk. Kann auch jeder an der Aldi-Kasse mithören.

Sicherheit alleine ist für die Meisten einfach kein Argument. Dafür wird WhatsApp zu sporadisch genutzt. Verschlüsselung ist toll und niemand würde das glaube ich abstreiten. Aber eine nicht vorhandene Verschlüsselung ist noch kein Argument umzusteigen. Alle anderen Freunde müssten ja mitziehen.

Aber warum sollte man auch Wechseln? Ich denke alle neuen Messenger rund um WhatsApp sind zum scheitern verurteilt. War doch früher mit ICQ usw. genauso. Nur da gab es kurz nach ICQ (=Whats App) schon MSN (=Alternative), in manchen Ländern (Frankreich zum Beispiel) war MSN weiter verbreitet. Alle in meinem Freundeskreis hatten ICQ. Und zwar nur ICQ.

Oder Facebook vs. Google+. Bestimmt ist bei Google+ an manchen Ecken vieles besser. Aber solange die Leute um mich rum Facebook benutzen, wird denke ich kaum jemand wechseln. Warum auch?

Man müsste die kompletten Massen mobilisieren. Oder etwas anderes müsste passieren. Im Beispiel von WhatsApp dürfte das Programm keine längere Downtimes haben (zwei oder drei Tage dürften vllt. schon ausreichen um Leute zum Ausschau nach Alternativen zu bewegen). Oder ein anderer Klient bringt plötzlich irgendwelche Killer-Features auf den Markt, die WhatsApp nicht schnell genug nachmachen kann.

Oder wie seht ihr das?

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